"Beliebtheit sollte kein Maßstab für die Wahl von Politikern sein. Wenn es auf die Popularität ankäme, säßen Donald Duck und die Muppets längst im Senat" (Orson Welles).
Die Bundesrepublik Deutschland ist als repräsentative Demokratie angelegt. Die politischen Entscheidungen werden nicht unmittelbar vom Volk getroffen, sondern von einer Volksvertretung, die auch die Regierung kontrolliert. Die Staatsgewalt geht also zwar vom Volke aus, das Volk übt sie aber grundsätzlich nur durch die Wahl ihrer Volksvertreter aus, im weiteren Sinne auch durch die Mitwirkung in Parteien, Verbänden und Initiativen. Aber es sind auch Formen direkter Demokratie möglich, also Formen unmittelbarer Teilhabe des Volkes an der Staatsgewalt. Es geht um Volksinitiativen, Volksabstimmungen, Volksbegehren, Volksentscheide, Bürgerbegehren und Bürgerentscheide. Gegenwärtig werden Formen direkter Demokratie als Mittel angesehen, Defizite der repräsentativen Demokratie zu kompensieren. Die repräsentative Demokratie mißtraut dem Volk, indirekte Demokratie seinen Repräsentanten.